Forschungsprojekt GHOST

 

Gamified Hacking Offence Simulation-based Training

 

Mit dem Projekt GHOST wird das Ziel verfolgt, Unternehmen jeglicher Art und Größe auf Angriffe aus dem Internet – sogenannte Cyberangriffe – vorzubereiten.

 

 

GHOST soll insbesondere den Faktor Mensch auf diese Notfallsituationen vorbereiten. Bislang wird in Schulungen, die eine Sensibilität für IT-Sicherheitsrisiken und den Umgang mit derartigen Risiken lehren möchten, auf klassische Schulungs-Verfahren zurückgegriffen. Eine solche Schulung ist üblicherweise als ein- oder zweitägiges Seminar organisiert, bei der Informationen weitgehend frontal vermittelt werden. Alternativ erfreuen sich E-Learning-Kurse wachsender Beliebtheit. Sie sind kostengünstiger vermitteln die Informationen allerdings in einer ähnliche frontalen Art. Problematisch ist, dass klassische Schulungen kaum Raum bieten, um das Gelernte auszuprobieren.  Dies ist gerade im Kontext des hohen Entwicklungstempos der IT und der dazugehörigen Systeme, das auch die Entwickler der Schadsoftware mithalten können, problematisch. Reine Wissensvermittlung ist beding durch diese hochdynamische Veränderung nicht mehr ausreichend,  es müssen Kompetenzen im Umgang mit Bedrohungssituationen geschaffen werden.  

 

Was GHOST ausmacht:

Das Projekt GHOST verfolgt deshalb den Ansatz, den Prototypen eines gleichnamigen Spiels zu entwickeln, das sowohl die Möglichkeit der Wissensvermittlung als auch der praktischen Erprobung bietet. 

Dabei wird erstmalig ein sogenanntes „Competence Developing Game“ (kurz CDG) entwickelt. Der Prototyp des Spiels GHOST wird ein rundenbasiertes Tablet-Game sein, in dem Serious Game und Planspiel-Aspekte kombiniert werden. Acht Spieler verteilt auf zwei Teams können sich dabei sowohl in Singleplayer- als auch in Multiplayerrunden bewähren. Eine interessante Hintergrundgeschichte gepaart mit einer zugänglichen Spielmechanik bilden dabei die Grundlage für Motivation. Zudem werden die Steuerungsmöglichkeiten minimalistisch gehalten. Dies ermöglicht es auch Spielern, die über wenig oder keine Erfahrung mit Computerspielen verfügen, das Spiel ohne Problem zu steuern. Mit diesen simplen Mechanismen wird der breiten Zielgruppe (im Prinzip alle Berufstätigen im Büroumfeld) ein angenehmes Spielerlebnis ermöglicht.

 

Technische Umsetzung:

Eines der Ziele des Forschungsprojektes GHOST ist die Implementierung eines Editors. Mit diesem Editor soll es ohne größere Programmierkenntnisse möglich sein, Spielszenarien zu gestalten. Die vordefinierten IT-Security-Szenarien, die im Spiel vorkommen sollen, werden bereits während der Entwicklung in dem Editor hinterlegt und sind dann bei der Editornutzung leicht zugreifbar. Auf Basis dieser vordefinierten IT-Security-Szenarien können mit dem Editor Spielrunden mit individueller Grafik und individuellem Storytelling gestaltet werden. Eine Vielzahl von Spielrunden ergibt dann ein vollständiges Spiel. Durch dieses Editorbasierte Design, sind auch IT-Security Spiele außerhalb der für den Prototypen vorgesehenen Spielumgebung möglich.

 

Die Spielstory des Prototypen:

Planet Erde im Jahr 2050. Ein Meteorit stürzt über der hoch technisierten Erde glühend zu Boden. Ein Team von Wissenschaftlern entdeckt seine Überreste und analysiert diese. Dabei wird ein bisher unbekanntes Element mit einem bis dahin unvorstellbar hohen Energiepotenzial entdeckt: Industrium. Wenige Kilo würden ausreichen, um den Energiebedarf der Erde für viele Jahre zu decken, aber nur wenige Gramm stehen zur Verfügung. Ein faszinierendes und gleichermaßen gefährliches Element. Es werden zwei bis dahin undenkbare Raumschiffantriebe konstruiert, welche das vorhandene Industrium als Treibstoff nutzen. Das Raumschiff GHOST und ihr Schwesterschiff SPIRIT starten kurz darauf in die eiskalten, lebensfeindlichen Tiefen des Raums, um die Spuren des Industriums zu verfolgen und dessen Quelle zu finden. Doch schnell sieht sich die Crew einer weiteren Gefahr ausgesetzt: Permanente Angriffe auf die Informationssysteme des Schiffs gefährden die Mission und müssen präventiv und reaktiv abgewehrt werden. Doch wer steckt dahinter und was steht auf dem Spiel, wenn die Crew scheitert?

 

Das Team:

Zurzeit sind 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FH Aachen am Projekt Ghost beteiligt:

 

Prof. Dr. Ing. Martin Wolf: Projektleiter

Prof. Dr. rer. nat. Marko Schuba: Leitung IT-Security

Johannes A. König, M.Eng.: Projektkoordinator / Forschung

Dipl.-Ing. Hans-Wilhelm Höfken: IT-Security Beratung

Sacha Hack, B.Sc.: IT-Security

Mathias Kohs, B.Sc: Softwareentwicklung / Unity3D

Norman Kohnemann: Softwareentwicklung / Unity3D

Veronika Völker: Storyentwicklung / 3D Design

 

GHOST News:

Exkursion zur 47. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. an der TU Chemnitz | 26.10.2017

GHOST Bericht IHK "Wirtschaftliche Nachrichten" Magazin | 05.04.2017

GHOST Requirement Workshop | 14.12.2016

Einführung in die Spiele-Entwicklung | 03.11.2016

GHOST stellt sich der breiten Öffentlichkeit vor | 27.10.2016

ITOM bei der HCI 2016-Konferenz in Toronto | 26.07.2016

ITOM bei der Konferenz "ACHI 2016" in Venedig | 27.04.2016

Projektstart GHOST: Gamified Hacking Offence Simulation-based Training bereitet auf Cyberwar vor | 20.07.2015

 

Zusätzlich gibt es noch den GHOST-Blog, welcher den Prozess des GHOST-Projektes in einer Timeline festhält.

 

GHOST Video:

 

Darüber hinaus besitzt das Forschungsprojekt GHOST ein Konsortium von fünf Wirtschaftsunternehmen. Die Unternehmen Josephs Gesellschaft, Philips, regioIT und tiefdunklesweiss unterstützen das Projekt beratend und als Beta-Tester. Das Unternehmen Eutosimtec unterstützt das Projekt zudem mit seiner umfangreichen Simulationserfahrung als technischer Partner.  

Partner: